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Hospiz Nordheide gGmbH
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Veranstaltungen

Vortragsperformance "Macht Schuld etwa Sinn?"

am 7. Mai 2019 um 19:00 Uhr

im Gymnasium am Kattenberge

(Sprötzer Weg 33, 21244 Buchholz i. d. Nordheide)

 

Die Suche nach Versäumnissen bis hin zu direkten Schuldzuweisungen sind für viele Hinterbliebene ein wesentliches Element ihres Trauerprozesses: Hätte der Tod verhindert werden können? Habe ich mich, haben andere sich falsch verhalten?

 

Vorwürfe in alle Richtungen können sich quälend über alle anderen Gedanken und Gefühle des Trauerns legen. „Das muss ich ihnen abnehmen!“ denken die Begleitenden. Doch für Trauernde können Schuldzuweisungen wichtig und stabilisierend sein.

  • Was bedeutet es für die Trauerbegleitung, wenn die scheinbar sinnlosen Schuldvorwürfe einen wichtigen Nutzen haben?
  • Wie begleiten wir Vorwürfe, die sich mit inneren Normen auseinandersetzen im Gegensatz zu Schuldzuweisungen, die die Leere nach dem Tod eines nahen Menschen erträglicher machen?

Bei Schuldfragen vergeht uns eigentlich das Lachen – doch in dem szenischen Vortrag „Macht Schuld etwa Sinn?“ zeigt Chris Paul, dass der Umgang mit Schuld auch heitere Seiten haben kann. Das ermöglicht die Beteiligung von Clownin Aphrodite, die unter einem riesigen Schuld-Karton fast verschwindet. Eindrucksvolle Bilder, Spielszenen und Erläuterungen wechseln sich ab. Die von Chris Paul entwickelte „Konstruktive Schuldbearbeitung“ wird erlebbar.

 

Chris Paul ist Soziale Verhaltenswissenschaftlerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Trauerberatung. Sie ist eine der bekanntesten Trauerbegleiterinnen in Deutschland, Trainerin und Fachautorin. Ihr erfolgreiches Buch "Schuld Macht Sinn" ist die Grundlage des szenischen Vortrags.

 

Clownin Aphrodite heißt mit bürgerlichem Namen Ida Maria Paul und ist Kulturgeragogin .  Als Clownin Aphrodite besucht sie Altenheime, leitet Humorworkshops und reist mit ihren Solostücken zu den Themen Demenz, Trauer, Hospiz, Krankheit/Gesundheit durch Deutschland.

"Alptraum Medizin - Selbstbestimmung und Übertherapie am Lebensende" 

am 24. September 2019 um 19:30 Uhr

in der Caféteria des Krankenhaus Buchholz

(Steinbecker Straße 44, 21244 Buchholz i. d. Nordheide)

 

Dr. Michael de Ridder, Internist, Rettungsmediziner und Diplombiologe ist seit mehr als 30 Jahren im ärztlichen Beruf tätig. Bis zum Jahresende 2011 war er Chefarzt der Rettungsstelle des Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin Kreuzberg.

 

Seit mehr als 20 Jahren befasst er sich kritisch mit dem Innenleben unseres Medizinbetriebs und Fragen der Gesundheitspolitik, die er in zahlreichen Medienbeiträgen (SPIEGEL, FAZ, ZEIT, STERN, GEO WISSEN u.a.) immer wieder erörterte.

 

Ein Schwerpunkt seines Interesses bildet die Medizin am Lebensende. Zu dieser Thematik veröffentlichte er 2010 in der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) das viel beachtete Buch "Wie wollen wir sterben? - Einärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin". Ebenfalls erschien im DVA sein Buch "Welche Medizin wollen wir? Warum wir den Menschen wieder in den Mittelpunkt ärztlichen Handelns stellen müssen" und "Abschied vom Leben - Von der Patientenverfügung zur Palliativmedizin"

 

Er ist Vorsitzender einer Stiftung für Palliativmedizin und Mitbegründer des 2012 eröffneten Vivantes Hospizes in Berlin-Tempelhof, dessen Geschäftsführer er bis zum 1.1.2014 war und in dessen Kuratorium er nun mitarbeitet.

"Sterbefasten" - ein Ausweg am Lebensende?

am 6. Mai 2020 um 19:30 Uhr

in der Caféteria des Krankenhaus Buchholz

(Steinbecker Straße 44, 21244 Buchholz i. d. Nordheide)

 

Der bewusste Verzicht auf Essen und Trinken, auch "Sterbefasten" genannt, stellt für Patienten mit einer schweren, unheilbaren Erkrankung eine Möglichkeit dar, das eigene Leben selbstbestimmt zu beenden.

 

Die Begleitung eines Patienten beim Sterbefasten kann für Ärztinnen und Ärzte, auch auch für Pflegende und Angehörige eine große Herausforderung darstellen. Auch stellt sich die Frage, wie ein solches Sterbefasten und die Begleitung hierbei rechtlich einzuordnen und ethisch zu bewerten sind.

 

Prof. Dr. Alfred Simon ist wissenschaftlicher Leiter der Göttinger Akademie für Ethik in der Medizin und Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees an der Universitätsmedizin Göttingen. Er hat einen Menschen beim Sterbefasten im Hospiz begleitet und sich auch wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt. 

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